Essstörungen wie Anorexie und Bulimie zählen zu den häufigsten chronischen Krankheiten bei Jugendlichen. Die Zahl der Betroffenen wächst stetig und sie werden immer jünger. Es sind vor allem junge Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, die an Magersucht leiden. Mit ihrem krankhaften Essverhalten schädigen sie nicht nur ihre Gesundheit, sondern spielen mit ihrem Leben: Rund zehn bis fünfzehn Prozent der Betroffenen sterben.
Verschärft wird das Problem durch das Internet. Hier finden essgestörte Jugendliche Websites und Foren, die die Krankheit verherrlichen, verharmlosen oder als erstrebenswerten Lifestyle präsentieren. Diese Angebote, die in der Szene verniedlichend als "Pro-Ana" (= Anorexia nervosa für Magersucht) und "Pro-Mia" (= Bulimia nervosa für Ess-Brech-Sucht) bezeichnet werden, bestärken betroffene Jugendliche in ihrem gestörten Essverhalten und treiben sie weiter in die Sucht.
Informationen, woran gefährliche Pro-Ana-Angebote zu erkennen sind, und Tipps, was Betroffene und Eltern tun können und wo sie Hilfe finden, bietet das Faltblatt "Wer ist Ana?", das zum kostenlosen Download bereit steht.