Ob Smartphones, Tablets oder Apps – digitale Medien sind für Kinder selbstverständlicher Teil des Alltags. Gleichzeitig nehmen Gefahren wie beispielsweise Cybermobbing oder Cybergrooming zu. Umso wichtiger ist es, Kindern früh zu vermitteln, wie sie sich sicher und verantwortungsvoll im Netz bewegen können. Genau das ist das Ziel des Projekts „Internet-ABC-Schule.“
In diesem Schuljahr haben sechs Bremer Grundschulen an dem Programm teilgenommen, das von der Bremischen Landesmedienanstalt unterstützt wird. Am Freitag wurden Schulen für ihre engagierte Umsetzung mit dem Internet-ABC-Siegel ausgezeichnet – als Anerkennung für ihre kreativen Konzepte und die gelungene Verankerung von Medienkompetenz im Unterrichtsalltag. Bildungssenator Mark Rackles gehörte zu den ersten Gratulanten.
Das Siegel steht dafür, dass die teilnehmenden Schulen Kinder sorgsam an die digitale Welt heranführen und ihnen zeigen, wie sie sich dort sicher, kritisch und kompetent bewegen können.
„Der Surfschein vom Internet-ABC ist wie ein Freischwimmerabzeichen fürs Internet: Das sollte jedes Kind gemacht haben, bevor es alleine raus schwimmt ins große weite Netz“, so brema-Direktorin Cornelia Holsten. „Mein besonderer Dank gilt den engagierten Lehrkräften, die mit ihren Schüler:innen gemeinsam ins Wasser gegangen sind und ihnen beigebracht haben, sich darin sicher zu bewegen.“
Folgende Schulen wurden ausgezeichnet: Grundschule Burgdamm, Grundschule Osterhop, St. Antonius-Schule, St. Marien-Schule, Schule an der Freiligrathstraße, Schule an der Carl-Katz-Straße. Die brema gratuliert herzlich!
Fotos von der Siegelverleihung finden Sie hier.
Was ist das Internet-ABC?
Seit 23 Jahren richtet sich das Internet-ABC an Kinder von fünf bis zwölf Jahren sowie an Eltern und Lehrkräfte. Das Projekt steht bei allen Fragen rund um den kompetenten Umgang mit dem Internet als Ratgeber zur Seite. Es soll dabei helfen, Kinder für die digitale Welt fit zu machen. Mit einem spielerischen Angebot können sich Kinder den Potenzialen des Internets annähern und gleichzeitig vor möglichen Gefahren gewarnt werden.
Bremen startete 2012 als erstes Bundesland mit dem Projekt „Internet-ABC-Schule“. Jedes Jahr nehmen Schulen aus Bremen und Bremerhaven teil, um ihre Schüler:innen in grundlegenden Kompetenzen im Umgang mit dem Internet zu schulen. Die Themen sind Recherchieren im Internet, Datenschutz und Werbung sowie sicheres Surfen, Chatten und Kommunizieren in sozialen Netzwerken. Überprüft werden die erworbenen Kenntnisse dann mit einem Surfschein. Die brema stellt den Schulen Materialien zur Verfügung und bietet Fortbildungen an. Zusätzlich finden regelmäßige Arbeitstreffen mit den Lehrkräften der Schulen statt.